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{{Infobox ICD
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| 01-BEZEICHNUNG = Spezifische (isolierte) Phobien
Akrophobie
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'''Akrophobie''' (in verschiedenen Fachsprachen auch '''Altophobie''' oder '''Hypsophobie''' genannt) oder '''Höhenangst''' bezeichnet eine Angst, die durch den Aufenthalt in (größeren) Höhen ausgelöst werden kann. Sie gehört zu den .

Beschreibung

Akrophobie tritt unter anderem auf Türmen, hohen Bergen, vor Abhängen, auf Brücken, Hochhäusern, Balkonen und Leitern auf. Mitunter verbindet sich die Akrophobie mit anderen Angststörungen. Auch an der Flugangst kann die Akrophobie beteiligt sein. Sie ist jedoch nicht mit dieser gleichzusetzen.

Definitionsgemäß ist die Angst der Situation gegenüber unangemessen, da keine oder nur eine geringe objektive Gefahr besteht. Um die Angst auszulösen, ist nicht zwingend eine große Höhe notwendig. Wenige Meter reichen oft aus. In tiefenpsychologischen Konzepten wird Höhenangst mit der Angst vor dem ?Sich-Fallenlassen? verbunden. Es gibt Menschen, bei denen die Akrophobie nur im Freien auftritt. Wenn sie etwa hinter einer Glasscheibe stehen, kommt es zu keiner Angstreaktion.

Psychische Symptome der Akrophobie sind neben der eigentlichen Angstreaktion etwa Depersonalisation, intensive Vorstellungen, aus Versehen in die Tiefe zu stürzen oder dies unter einem Kontrollverlust bewusst zu tun.

Wie bei anderen Phobien treten auch hier körperliche Beschwerden auf. Innerhalb weniger Sekunden oder Minuten können die abgegrenzt werden.

Entstehung und Umgang

Die Entstehung der Akrophobie kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Das divergente Erscheinungsbild erschwert zudem eine einfache und schnelle Diagnose.

Therapieansätze

Therapeutisch behandelbar ist Höhenangst entweder mit Arzneimitteln, mittels verschiedener Entspannungstechniken oder auf dem Wege einer Psychotherapie. Hier haben inzwischen auch Hypnosetechniken Eingang in das Behandlungsrepertoire gefunden.

Literatur

  • Stefan Knössel: ''Hypnosetherapie bei Höhenangst (Akrophobie)''. Diplomarbeit. Konstanz 1999
  • Rudolf Marx: ''Angststörungen ? eine Einführung''. In: Beiglböck u.?a.: ''Handbuch der klinisch-psychologischen Behandlung''. 2. Auflage, Springer, Wien 2006, ISBN 3-211-23602-3, S.?197?203.
  • Hans Morschitzky: ''Angststörungen. Diagnostik, Erklärungsmodelle, Therapie und Selbsthilfe bei krankhafter Angst''. Springer, Wien 1998
  • A. Perkonigg, H.-U. Wittchen: ''Epidemiologie von Angststörungen''. In: S. Kaspar, H.-J. Möller (Hrsg.): ''Angst- und Panikerkrankungen''. Gustav Fischer Verlag, Jena 1995
  • Siegbert A. Warwitz: ''Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen''. 2. erweiterte Auflage, Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1.
  • Siegbert A. Warwitz: ''Formen des Angstverhaltens''. In: Ders.: ''Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen''. 2. erweiterte Auflage, Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1.
  • Siegbert A. Warwitz: ''Angst vermeiden ? Angst suchen ? Angst lernen''. In: ''Sache-Wort-Zahl'', 112, 2010, S. 10?15

Weblinks

Einzelnachweise